GPS-Plattformen und GIS-Anwendungen

GPS-Plattformen und GIS-Anwendungen basieren beide auf Geografischen-Informations-Systemen (GIS) oder vereinfacht gesagt digitalisierten Karteninformationen.
GPS-Plattformen werden überwiegend privatwirtschaftlich betrieben, weshalb es unzählige Plattfor-men für unterschiedliche Nutzungsarten gibt. Unter Outdoor- und Bike-Aktiven in Deutschland sind ak-tuell die Plattformen der privaten Anbieter Komoot, Outdooractive, Strava und Trailforks die am meisten genutzten. Die genannten Plattformen bieten unterschiedliche Dienstleistungen für teilweise unter-schiedliche Zielgruppen an. Allen Plattformen ist gemein, dass Nutzende auch eigene GPS-Informationen in die Online-Plattformen einspielen können und diese somit für andere Nutzende ver-fügbar werden. Diese Informationen können von den Nutzenden dann geteilt, bewertet und kommen-tiert werden. Die Beliebtheit der von Nutzenden zur Verfügung gestellten Inhalte (engl. user generated content) kann Hinweise auf die tatsächliche Nutzung von Angeboten in Naturräumen liefern.
GIS-Anwendungen basieren ebenfalls oft auf einem privatwirtschaftlichem Geschäftsmodell. Google Maps ist eine Anwendung mit weiter Verbreitung. Auch hier können Nutzende Daten hinzufügen, je-doch stehen die unternehmenseigenen Angebote und Dienstleistungen wie automatisiertes Routing im Vordergrund. Die Open Data Plattformen von Digitize the Planet und OpenStreetMap werden von ei-nem Verein mit Sitz in Deutschland bzw. einer weltweiten ehrenamtlichen Community betrieben. Die OpenStreetMap-Daten bilden die Grundlage für die Dienstleistungen vieler GPS-Plattformen.
Die digitale Verfügbarkeit und die hohe Nutzerzentrierung von GPS-Plattformen und GIS-Anwendungen führen zu einer sehr großen Reichweite unter Besuchenden, sodass sie für das Gelin-gen eines erfolgreichen Besuchermanagements unverzichtbar scheinen.